
Artschoolvets zeigt euch hier Auszüge des Interviews von PingMag mit dem französischen Straßenkünstler Zevs:
Du hast den Begriff visual kidnapping geprägt. Was bedeutet das?
Visual kidnapping ist wie, wenn man ein interaktives Spiel beginnt: wenn die Marke auf der Reklame die Aufmerksamkeit der Zuschauer entführt mit der Absicht der Verbrauchernachfrage, dann drehe ich die Situation um und entführe das Model auf dem Poster und verlange ein Lösegeld von 500.000 €. Die Summe repräsentiert den symbolischen Preis einer Werbekampagne für die Marke.
Da muss es doch eine Geschichte zu geben…
In einer Nacht im Sommer 2001, während einer Ausstellung über Hitchcock und Kunst, startete ich eine visuelle Attacke auf das riesige Hitchcockposter, das vorne am Gebäude angebracht war.
Ich kletterte die Fassade von der Hinterseite hoch und schnitt ein kleines Loch mit meinem Skalpell in das Gesicht von Alfred Hitchcock um rote Tinte herausfließen zu lassen. Die Wächter überraschten mich und ich floh mit voller Geschwindigkeit die Feuertreppe hinunter. Zum Glück wartete mein Freund, der Künstler André, unten mit seinem Roller. Das Pompidou Art Center war die einzige Einrichtung, die eine “visual attack” von mir hängen gelassen hat; sie haben sie die ganze Hitchcock-Ausstellung über behalten.
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