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Borgmann: Germanys next Schnaps Bottle
Wollte man in der Vergangenheit etwas über Kräuterlikör und seine heilende Wirkung erfahren, ist man am besten zum Großvater nebenan gegangen und hat sich von deftigen Abenden am Stammtisch erzählen lassen. Das ist heute Gott sei Dank nicht mehr nötig. Seit die Tradition des Apotheker-Schnapses in Deutschland so gut wie ausgestorben war, hat sich in den Szene-Bars großer Metropolen einiges getan und der Magenbitter ist wieder in aller Munde. Daran sind unter anderem die Brüder Jan und Hendrik Borgmann schuld, die sich vor rund drei Jahren in den Kopf gesetzt haben diesen alten Brauch wieder aufleben zu lassen und seitdem einen Kräuterlikör nach der Rezeptur ihres Urgroßvaters vertreiben.
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Jan Borgmann beim Abfüllen 
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Seit mehr als 100 Jahren wird in der Braunschweiger Hof-Apotheke Magenbitter hergestellt. Mittlerweile steht die vierte Generation dort hinter dem Tresen und noch heute wacht das herzogliche Wappen über der Eingangstür. Jan und Hendrik Borgmann haben sich 2005 auf den Familienschatz besonnen, nachdem sie merkten, dass das urgroßväterliche Kräuterelixier auf privaten Parties wegging, wie frische Brötchen am Morgen. Zusammen mit Jörn Clausen, dem ehemaligen Marketingchef von Adidas, kam Hendrik die Idee, den Bitter auch über Braunschweigs Grenzen hinaus zu vertreiben. Seitdem gibt es den Likör unter dem Namen „Borgmann“ nach alter Rezeptur aufgehübscht in einer Aluminiumflasche auch in Berlin. Der Halbbitter wird von Jan Borgmann, Apotheker, noch immer im eigenen Labor unter Einhaltung der Apothekerrichtlinien hergestellt und anschließend per Hand abgefüllt und verpackt. Zimt, Nelken und andere exquisite Heil- und Gewürzpflanzen sorgen nach dem Essen für Wohlbefinden und in der Szene für gute Stimmung. Dabei eignet sich der Schnaps nicht nur als Kurzer nach dem Essen. „Ich persönlich trinke den Borgmann am liebsten als Longdrink mit Tonic“, erzählt Hendrik Borgman. Dass der Kräuterbitter sein angestaubtes Image verloren hat, zeigt nicht zuletzt, dass selbst das Cookies, das KaDeWe und das Kempinski den Likör im Angebot haben. Sogar Star-Koch Tim Raue servierte seinen Gästen im Swiss Hotel den Kräutertropfen. Seitdem gilt „der Borgmann“ als Tipp unter Kennern. Bei Promitreffs wie dem „Grill Royal“, dem Käfer-Restaurant im Reichstag und dem von Brad Pitt und Angelina Jolie besuchten Q-Hotel steht der Braunschweiger Apothekerschnaps schon längst auf der Karte. Der New Yorker Jazzkünstler Peter Cincotti soll bei seinem Besuch des Grill Royal sogar seinen Fahrer nach dem Likör geschickt haben.
Aber nicht nur der Inhalt scheint die Berliner Szene zu beeindrucken, sondern auch das Äußere der Flasche ist für einen Kräuterlikör sehr außergewöhnlich. Die 0,5l Flasche wird in Aluminiumflaschen abgefüllt, die mit Designs von internationalen Künstlern verziert sind.