"Wir alle müssen uns orientieren, uns jeden Tag zurechtfinden – ob mit unserem Leben an und für sich oder innerhalb der Dinge, die uns umgeben. In den eigenen vier Wänden. In unserer gebauten Umwelt. In der Natur."

Wie es im Vorwort des Buchs geschrieben steht, zeigt es uns eine kleine Geschichte der "Raumzeichen" auf.
Früher richtete sich die Orientierung des Menschen nach der Natur; nach dem Stand von Sonne, Mond und Sternen und Anhaltspunkten der Landschaft. Mit Beginn der Sesshaftigkeit und Siedlungen der Menschen erfolgte die Orientierung nicht mehr ausschließlich an der Natur, sondern künstliche Orientierungshilfen wie Spuren und Wegzeichen kamen dazu.
Heute – in einer vorwiegenden Städtelandschaft – kann man die Orientierung schnell verlieren, da die Vielzahl von Gebäuden, das Dickicht von Schildern, Hinweistafeln und ein Gewirr von Straßen, Autobahnen sowie Tram-, Bahn- und Busnummern und vieles mehr die Städte unübersichtlich werden lässt. Ohne Orientierungshilfen sind wir somit in einer fremden Umgebung orientierungslos – ausgeklügelte Informations-und Leitsysteme gewinnen daher immer mehr an Bedeutung.
Dem gegenüber steht der Vorwurf, moderne Architektur würde immer mehr an "funktionaler Bedeutung" verlieren, immer weniger Wegweiser sein und Orientierung geben, sondern in den Städten mehr und mehr als Leuchtreklame, Markenzeichen fungieren.
Weiterlesen