MAN MAG VON DEN X-GAMES HALTEN WAS MAN WILL, FÜR SENSATIONEN IST DIESER MEGACONTEST IMMER GUT.
NACHDEM JAKE BROWN LETZTES JAHR DIE HALLE IN ATEMNOT VERSETZTE, ALS ER AUS 12 METERN INS FLAT SCHALLERTE (IST JA NUR, WIE NEN ZAPFEN VOM 10ER SPRINGEN UND UNTEN IST KEIN WASSER) – HIER NOCHMAL FÜR ALLE, DIE ES NICHT MITGESCHNITTEN HABEN:
…HAT DANNY WAY DIESES JAHR DEN SLAM OF THE YEAR MITGENOMMEN. NACHDEM ER SEINEN ROCKET-BACKFLIP ÜBER DEN MEGAJUMP STEUERTE, VERKACKTE ER EINEN EBENSO HOHEN 540 UND BLIEB MIT DEN FÜSSEN AM COPING HÄNGEN… SCHAUT EUCH DAS AN:
WAY WÄRE NICHT WAY, WENN ER NICHT AUF DIE BAHRE VERZICHTEND EIGENFÜSSIG WEGGEHUMPELT WÄRE UND – JETZT KOMMT’S – NOCH ZWEI MAL SEINEN JUMP GEMACHT HÄTTE. JEDER NORMALE MENSCH WÄR NACH DIESEM SLAM ERSTMAL 4 WOCHEN DA LIEGEN GEBLIEBEN. NICHT DANNY!
GEWONNEN HAT JEDOCH BOB BURNQUIST. ALLEIN SCHON DIE TATSACHE, DASS ER SWITCH IN DEN ROLL IN DROPPTE IST SO RICHTIG RICHTIG A-N-G-S-T!, DANACH ABER EINEN NO GRAB SWITCH BS 180 ÜBER DEN MEGAJUMP ZU FLOATEN UND ANSCHLIESSEND EINEN BS INDY 360 AN DER QUARTER… NA AU WEIA! IMAGINE LANDING FAKIE AUS 10 METERN HÖHE!!!
HIER NOCH EIN KLEINER ÜBERBLICK DER ZWEIRADFRAKTION MIT UND OHNE MOTOR:
DAVE MIRRA WINS BMX GOLD MIT EINEM NO HANDED 360 BACKFLIP UND EINEM FLARE TAILWHIP AN DER QUARTER!
KYLE LOZA WINS FMX GOLD MIT SEINER NEUKREATION ELECTRIC DOOM. UNFASSBARER TRICK MAL WIEDER!
BÖSE AUCH DER SLAM VON JIM DE CHAMP BEI EINEM FRONTFLIP VERSUCH IM FMX.
WIE ZWINGT MAN EIN MOTORRAD ZU EINEM FRONTFLIP?
I DON’T GET IT! UND ICH AHNE: NÄCHSTES JAHR WIRD DER FRONTFLIP BEREITS ZUM STANDARD GEHÖREN.
ÜBEL, WAS DIE JUNGS SO ALLES EINSTECKEN.
ALSO: FRESSE HALTEN, WENN IHR EUCH DAS NÄCHSTE MAL DAS SCHIENBEIN AM BÜROSTUHL STOSST, IHR MEMMEN!
— UND KAUFT EUCH DAS SHIRT VON JAKE BROWN`S SPONSOR BLIND SKATEBOARDS“MAKE IT OR JAKE IT!”.
Stefan Batsch alias Skism ist eigentlich gelernter kleiner Hosenscheisser. Damals, Anfang der 70er fing alles an. Mit Stöckchen in Kacke pieken, Raufaser oder Kleidung ohne direkten Auftrag der Eltern bemalen, babylonische Legoburgen und BMX-Räder in Eigenbau liessen früh ungefähre Wege erkennen. Hinzu kamen Skateboards, schlimme Musik, dazu passende Klamotten, schlechter Einfluss. Dann ein eigener Kühlschrank. Mit Hosenscheisserei schwer zu füllen - ausser man mag es.
Also hat er Visuelle Kommunikation studiert, sich ins Agenturleben geworfen, schliesslich cholerische Chefs gegen Selbständigkeit getauscht und sitzt seitdem tagträumend-apathisch vor seinem Schreibtisch, träumt von grossen Kunden, die unfassbar viel Geld für unglaublich wenig Arbeit zahlen, ihm keine Vorschriften machen, Deadlines eher nebensächlich finden und das auch noch cool nennen was er ihnen dann hinlatzt. Leider wird er dabei ständig unterbrochen, um T-Shirts, Skateboards, Poster, Magazine oder Logos für Kunden zu designen, die seinem Tagtraum nicht vollends entgegenkommen. Tja, so läuft das. Bisher ist es ihm auch noch nicht gelungen, sich erfolgreich dagegen zu wehren. In einer Übersprungshandlung ist er 1995 einer sektenhaften Bewegung beigetreten, die unter dem Deckmantel eines Magazins namens Lodown journalistische und grafische Frechheiten zum Thema Populärkultur und Bewegungskunst verklappen. Dort designt er Zeugs, versucht sich in Nulljournalismus und lässt sich zu zweifelhaften Events in Mitte einladen, deren einziger Sinn darin besteht, PR-Agenturen am Leben zu halten. Als wär dem nicht genug, verseucht er ohne jeglichen Gewinn für einen Leser auch noch andere Magazine mit redundantem Text.
Um sich von all diesen Anstrengungen zu erholen, braucht dieser Mann Ausgleich. Den findet er noch immer sehr gerne auf dem Skateboard, auf dem er sich trotz greisenhaftem Alter wacker schlägt. Manchmal schlägt es zurück. Das Alter. Und das Board. Auch schmettert er liebend gerne kleine ungezogene weisse Bälle mit Eisenkellen durch die Wallachei, um sie in kleine Löcher zu versenken. Meist gehen die Bälle jedoch verloren. Egal, man gewöhnt sich dran. Desweiteren liebt er Musik über alles, dreht schwarze Scheiben auf Plattenspielern ineinander, wobei von minimalem Plemplem Techno über Schwulettendisco, balearischem Oh-schau-mal-wie-schön-der-Sonnenaufgang Gedöns bis hin zu bärtigem Rockgewichse alles passieren kann. Hin und wieder gibt es Versuche der eigenen Musikproduktion mit seinem Buddy Philly auf dem Label das es niemals gibt. Nicht zuletzt liebt er Kurzurlaube auf matrixentkoppelten Tanzveranstaltungen, die sich vom Zeit-Raum-Gefüge zu lösen bereit sind und mit psychonautischer Musik in unkommunikativer Lautstärke aufwarten, tanzt sich dort an die Grenze zur Epilepsie, was die Frauen verstört bis verzückt, lacht sich gerne schlapp, geht zur Bar: "Ein Wasser bitte!"... und zack, ist schon wieder Montag. Und dann sitzt er wieder da, an diesem Schreibtisch. Und wird gestört, in seinem Tagtraum.
Als Mitglied einer Drückerkolonne, die es sich zum Inhalt gemacht hat, das Internet von innen mit Belanglosigkeit zu tapezieren führt er diesen Blog, wobei er eher für die Ecken, Nebenräume und Dekor zuständig ist.
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