Eintäge mit dem Tag ‘kino’


01.09.2008, 18.14

Stern.de führt gerade eine ungewöhnliche Werbe-Aktion in deutschen Kinos durch. Vor Filmbeginn in der Werbephase simuliert plötzlich eine als schwanger verkleidete Frau Wehen und verlässt anschließend mit ihrem Mann den Saal. Kurze Zeit später erscheint ein Werbespot von Stern auf der Leinwand, mit dem Titel “Frau bekommt Zwillinge im Kino xxx.” Mit der Aktion wirbt Stern für besonders kurzfristige Berichterstattung. Niceone!

Via blissblog


06.02.2008, 14.03

Habe mich an einem Sonntagabend überreden lassen, in eine intellektuelle Komödie namens „Die Band von nebenan“ zu gehen. Der Film hat sich äußerst vielversprechend angehört, ich dachte mir, du verbringst den Abend mit Freunden, Popcorn und nimmst eventuell noch ein bisschen Kultur mit. Die Geschichte hörte sich ziemlich verlockend an.

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Hier der Plot:

Es war einmal eine verlorene Kapelle in der Wüste. Sie sollte bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums spielen, doch als die achtköpfige ägyptische Polizeiband am Flughafen in Israel ankommt, steht niemand bereit, um sie abzuholen. Deshalb beschließt der starrköpfige Anführer Tawfiq (Sasson Gabai) auf Hilfe zu verzichten und sich stattdessen lieber selbst (allein?) durchzuschlagen. Doch am Zielort, einer kleinen Ansammlung von gleichförmigen Betonklötzen mitten in der Wüste, wird ihm schnell klar, dass eine undeutliche Aussprache die Truppe nach Bet Hatikva statt nach Petah Tikva geführt hat. Da kein Bus mehr fährt, bringt die freundliche Bistro-Besitzerin Dina (Ronit Elkabetz) die Musikanten für eine Nacht bei Freunden und Bekannten unter.

Auf dem Weg nach oben ins Filmtheater Hackesche Höfe scheint mein Humor unten im Starbucks hängen geblieben zu sein. Als ich mich oben im Foyer zwischen den Popcornresten und den getrockneten Bananenchips entscheiden musste, nahm ich das Popcorn und setzte mich stillschweigend auf den orthopädischen Theatersitz. Ich gebe zu, es waren ein paar sehr clevere und humorvolle Szenen versteckt. Jedoch hatte ich einfach keinen Bock zu suchen. Diese mit der DDR vergleichbare Tristesse dieses Films hat mir einfach jegliche Freude aus dem Gesicht geraubt! Hätte man Mr. Bean in Schindlers Liste eingebaut, hätte ich den Theatersaal entspannter verlassen. Als ich den Film überstanden hatte, holten wir meinen Humor wieder im Starbucks ab und ich gönnte mir noch eine Bionade auf Ratenzahlung, sackte das Flaschenpfand ein und ging damit ins Spielcasino. Auf dem Heimweg wurden noch ein paar unverdaubare harte Fakten über Israel aufgetischt. Als meine Jungs dann schließlich die unendliche Euphorie in meinen Augen kommentierten war ich zu gelähmt um zu kontern. Hiermit war ich endlich erlöst.

Vielleicht bin ich ja ein Hollywood verwöhnter Kulturbanause.

Vielleicht war es einfach der falsche Tag für diesen Film?

Vielleicht gehen wir beim nächsten Mal einfach in diesen Film: ;-)